Samstag, 29. Oktober 2016

Blogparade: Helikopter Frauchen

Julia von miDoggy hat zu einer ganz tollen Blogparade aufgerufen...Helikopter Frauchen bzw. Herrchen, da sind wir natürlich dabei.

Ich kenne die Bezeichnung nur in Bezug auf Menschen, Mütter so wie ich immer eine war und auch immer noch bin:

Unter Helikopter-Eltern, auch Hubschrauber-Eltern, versteht man überfürsorgliche Eltern, die sich wie ein Beobachtungs-Hubschrauber ständig in der Nähe ihrer Kinder aufhalten, um diese zu überwachen und zu behüten. Ihr Erziehungsstil ist geprägt von Überbehütung und Einmischung in die Angelegenheiten des Kindes oder des Heranwachsenden.

Meine Tochter ist jetzt 22 Jahre alt und lebt seit Oktober 2015 in Mainz, sehr weit weg von mir und ich leide bis heute darunter auch wenn mir bewusst ist das ich los lassen muß aber darum geht es jetzt nicht-warum bin ich ein Helikopter Frauchen?


Ich habe ständig Angst um meine Hunde. Wenn wir draußen unterwegs sind und andere Hunde die nicht angeleint sind auf uns zukommen bekomme ich jedesmal Herzrasen, Schweißausbrüche und einfach nur Angst. Gefolgt wird das Ganze von fürchterlicher Wut dem anderen Hundehalter gegenüber. Ich habe null Verständnis dafür das so mancher Hund hier bei uns im Ort unangeleint rumläuft und die Halter sich einen Dreck darum kümmern wie es dem anderen Hundehalter dabei geht!

Am liebsten ist mir der Satz: Der tut nix!! 

Ich kann es wirklich nicht mehr hören und keife jedesmal zurück: Meine aber, machen Sie bitte ihren Hund fest!

Kurz nachdem unsere Giulietta operiert wurde rannte ein nicht angeleinter Hund auf sie zu und biss ihr ins Bein...muss das denn bitte sein? Ich habe manchmal wirklich einen Hals wegen der Ignoranz der anderen :(


Ein anderes Thema, ich möchte gerne meine Tochter in Mainz besuchen. Benötige deshalb aber die Hilfe von anderen denn meine drei müssen zuhause bleiben und ordentlich versorgt werden. Man müsste auch mit ihnen spazieren gehen und damit habe ich ein riesen Problem. Ich hätte fürchterliche Angst das irgendwas passiert...Leine fallen lassen, Hunde laufen hinter einer Katze oder einem Hasen her und kommen dabei unter ein Auto. Da wären wir dann an dem Punkt wo ich keinerlei Kontrolle hätte und nicht eingreifen könnte. Allein der Gedanke das meinen Hunden etwas in meiner Abwesenheit passiert macht mich völlig fertig :(

Manchmal stelle ich mir die Frage ob mein Denken nicht etwas übertrieben oder auch leicht krankhaft ist. Ich kenne so viele Hundefreunde die total locker mit ihre Hunde umgehen, ich kann das einfach nicht :(

Noch ein Thema das mich fertig macht:

Meine Hunde fressen draußen ALLES was sie in die Schnauze kriegen-Giulietta auch gerne Kackhaufen*pfff. Weil mir das bewusst ist kann ich gar nicht entspannt mit ihnen laufen, ich muss schließlich das feine Freßchen sehen bevor es meine Hunde tun. Also achte ich akribisch darauf was auf unserem Weg liegt denn hier sind schon einige Hunde gestorben weil sie Giftköder aufgenommen hatten! :(

Eine Zeit lang habe ich meinen Möppis Maulkörbe angezogen aber damit fühlten sie sich absolut nicht wohl, Nike hat sein Teil auch jedesmal geschickt von der Schnauze gezogen...


Es würden mir sicherlich noch einige Punkte mehr einfallen was das Überwachen meiner Hunde angeht, Giulietta wird seit der OP besonders von mir überwacht. Sie darf zum Beispiel nicht ohne Aufsicht auf unsere Couch sitzen/liegen denn beim runter springen könnte sie sich immer noch verletzen/vertreten aber ich denke dieses Handeln meinerseits ist verständlich. Schließlich möchte ich was ihr Bein betrifft nichts riskieren ;)

Liebe Grüße und noch einen schönen Abend,

Heike 

Kommentare :

  1. Mir wären Schutzengelflügel echt lieber als Rotoren von so technischen Dingern.
    Die schmunzelnde Ayka

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  2. Ich finde die Sorge verständlich und nicht übertrieben.... Daher bin ich etwas gegen diese pauschale Wertung von übertriebener Fürsorge.... Auch Socke bekommt wegen Ihrer Erkrankung mehr Aufmerksamkeit, Betreuung und Versorgung. Aber dies kann doch nie übertrieben sein, oder?

    Viele liebe und nachdenkliche Grüße
    Sabine mit Socke

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  3. Also ich kann deine Sorge und deine Ängste voll verstehen. Tagsüber ist meine Shiva bei meinen Eltern, während ich bei der Arbeit bin. Ich weiß, dass es ihr dort gut geht und sie versorgt ist. Bis vor etwas über einem Jahr habe ich alleine in einem anderen Ort gewohnt und Shiva war tagsüber alleine. Ich hab mir dann eine App aufs Handy geladen, mit der ich Shiva live beobachten konnte. Mittags kamen Gassigänger und ich hab immer peinlich genau darauf geachtet, ob hinterher auch abgeschlossen wurde usw. Shiva kann nämlich Türen öffnen.
    Jetzt bin ich beruhigter, wenn ich zur Arbeit gehe. Meine Maus ist prima versorgt und ich kann mich etwas entspannen. Davor hätte ich alle paar Minuten heimfahren wollen, um nach ihr zu schauen. Bin also auch ein Helikopter-Frauchen.

    Flauschige Grüße
    Sandra & Shiva

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  4. Eine App? Könntest du mir vielleicht sagen wie die sich nennt...das ist ja genial!:)

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